
von Jürgen Bodelle
Was geschieht, wenn die sichtbaren Institutionen eines Staates nicht mit seinen tatsächlichen Machtzentren übereinstimmen?Jürgen Bodelle verfolgt die Geschichte politischer Herrschaft von der Entstehung der ersten Staaten über Antike und Feudalgesellschaft bis zu den Machtstrukturen moderner Demokratien. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Verhältnis zwischen staatlicher Oberfläche und „Tiefem Staat“: zwischen Parlamenten, Regierungen und Gerichten einerseits und dauerhaften Netzwerken aus Sicherheitsapparaten, Geheimdiensten, Militär, Wirtschaft, Finanzwelt und Medien andererseits.Auf der Grundlage politikwissenschaftlicher Ansätze von C. Wright Mills, Peter Dale Scott und Michael J. Glennon untersucht die Studie, wie informelle Macht entsteht und weshalb sie sich demokratischer Kontrolle entziehen kann.Ausführliche Fallanalysen zu den Morden an John F. Kennedy und Robert F. Kennedy sowie zu den Anschlägen vom 11. September 2001 fragen nach Widersprüchen, Zeugenaussagen, Beweismitteln, Untersuchungskommissionen und politischen Folgen. Der Irakkrieg, der Fall der Whistleblowerin Katharine Gun und die Rolle der Medien erweitern den Blick auf das Zusammenspiel von Geheimhaltung, Informationsmacht und politischer Entscheidungsfindung.Ein Beitrag zur Staats- und Demokratietheorie – und eine Aufforderung, politische Macht nicht nur dort zu suchen, wo sie sich öffentlich zeigt.
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Maße: 19.0 x12.0 x4.3 cm
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